Diabetes bei CF-Patienten
Das Thema Diabetes nimmt durch die steigende Lebenserwartung der Mukoviszidosepatienten einen immer größeren Stellenwert ein. Zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr leiden etwa 30% der Betroffenen an Diabetes mellitus.
Dir Ursache hierfür liegt in der fortschreitenden Zerstörung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Wie bei Typ 2-Diabetikern liegt am Anfang meist eine Restproduktion von Insulin (Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann) vor, das erst nach längerer Verzögerung ausgeschüttet wird. So kommt es bei CF-Patienten zu hohen Spitzenwerten nach den Mahlzeiten, die erst nach längerer Zeit abgebaut werden. Infektionen forcieren die hohen Blutzuckerwerte noch, da die Wahrscheinlichkeit einer Insulinresistenz steigt. Mit der Zerstörung der Bauchspeicheldrüse geht oft auch eine verminderte Sekretion von Glukagon (nötig um den Blutzuckerspiegel zu erhöhen) einher.
Die Folgen eines erhöhten Blutzuckers können bei einem Mukoviszidosepatienten ein verschlechterter Ernährungszustand und schlechtere Lungenfunktion sein. Das Infektionsrisiko nimmt zu und Blutgefäße können geschädigt werden.
Daher ist es sehr wichtig erste Anzeichen für einen Diabetes frühzeitig zu erkennen und eine Therapie einzuleiten.