Die Enzyme
Zur Behandlung der Pankreasinsuffizienz ist eine Enzymsubstitution unerlässlich. Dazu muss der Betroffene zu jeder Mahlzeit Pankreatin das in Präparaten wie Kreon und Panzytrat enthalten ist einnehmen. In das in diesen Medikamenten enthaltene Pankreatin wird aus tierischen Bauchspeicheldrüsen hergestellt. Es dient zur Verdauung von Fett (Lipase), Eiweiß (Proteasen) und Kohlehydrate (Amylasen) und entfaltet seine optimale Wirkung im oberen Dünndarm. Die Bezeichnungen 10.000, 25.000 und 40.000 geben Auskunft über die Einheiten der in den Kapseln enthaltenen Lipase.
Wann sollen die Enzyme am besten eingenommen werden?
Pankreasenzympräparate sollten vorzugsweise zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Auf gar keinen Fall sollten die Kapseln oder das Granulat vor dem Essen mit großen Flüssigkeitsmengen eingenommen werden. Genauso ungünstig ist es, die Enzyme nach dem Essen einzunehmen, da, je nach Zusammensetzung der eingenommenen Speise, bereits ein Teil in den Dünndarm abgegeben worden sein könnte. Es empfiehlt sich die Gesamtdosis auf die Mahlzeit zu verteilen, vorausgesetzt es werden mehrer Kapseln pro Mahlzeit eingenommen.
Welche Menge an Enzymen soll ich zu den Mahlzeiten einnehmen?
Die Dosierung richtet sich nach dem Grad der Verdauungsschwäche, nach dem Enzymgehalt des Präparats, nach Portionsgröße und Zusammensetzung der Mahlzeit. Pro Gramm Fett sollten etwa 1.000 bis 3.000 Einheiten Lipase eingenommen werden. Die Höchstdosis von 15.000 bis 20.000 Einheiten pro Kg Körpergewicht für Erwachsene sollte nicht überschritten werden.
Woran merke ich, dass ich zuwenig Enzyme eingenommen habe?
Wenn zu wenig Enzyme zu der Mahlzeit eingenommen wurden, kann es zu Symptomen wie Fettstuhl, Gewichtsabnahme, Hunger oder Blähungen kommen.
Diese Informationen stammen aus einem Ernährungsratgeber der Solvay Arzneimittel.