Nährstoffe
Allgemeines rund um Kalorien:
Kilokalorien (kcal) stammt vom lateinischen Wort "calor" und bedeutet Wärme. Eine Kilokalorie ist jene Energiemenge, die nötig ist, um ein Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen.
Kilojoule (kJ):
Die Einheit "Kilokalorie" wurde aufgrund internationaler Vereinbarungen durch die Einheit "Kilojoule" ergänzt. Ein Kilojoule entspricht der Leistung, 1 kg in einer Sekunde einen Meter hoch zu bewegen.
1 Kilokalorie = 4,184 Kilojoule
1 Gramm Eiweiß (EW) liefert 4,1 kcal / 17,1 kJ
1 Gramm Kohlenhydrate (KH) liefert 4,1 kcal / 17,1 kJ
1 Gramm Fett (F) liefert 9,3 kcal / 38,9 kJ
1 Gramm Alkohol (A) liefert 7 kcal / 29,3 kJ
Fette (für CF-Patienten besonders wichtig):
Es gibt unterschiedliche Fettsäuren, langkettige, mittelkettige und kurzkettige. Sie werden noch einmal nach dem Grad ihrer Sättigung unterschieden:
I. gesättigte Fettsäuren (in Schmalz, Talg, Butter und Kokosfett)
II. einfach ungesättigte Fettsäuren (in Olivenöl, Erdnussöl, Rüböl)
III. zweifach ungesättigte Fettsäuren (in Baumwollsamenöl, Sonneblumenöl, Sojaöl, Maiskeimöl)
IV. hoher Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (in Fischöl, Leinöl)
Einige dieser Fettsäuren kann der Körper selbst herstellen. Nicht aufbauen kann der Körper dagegen eine Reihe mehrfach ungesättigter Fettsäuren (essentielle oder lebenswichtige Fettsäuren). Diese Fettsäure (Linolsäuregruppe) kommen in Fischölen, tierischen Fetten und einige Pflanzenölen (Sojaöl) vor.
Fette sind wichtig für den Stoffwechsel, sie liefern Energie und Energiereservern (Depotfette), sie sind Bestandteil der Zellmembranen und auch das Nervengewebe besteht zum großen Teil aus Fett. Unsere Organe werden durch Organfett fixiert und geschützt. Sie sind Bestandteil zahlreicher Vitamine und sie helfen uns fettlösliche Vitamine zu resorbieren (aufnehmen)
Kohlenhydrate:
Kohlenhydrate sind prozentual am meisten in der Kost enthalten. Sie dienen als Energielieferanten und finden Verwertung in der Zellstruktursubstanz. Kohlenhydrate können in Form von Glycogen gespeichert oder zu Fett umgebaut werden. Verwertbare Kohlenhydrate werden in Einfachzucker (Monosaccharide) abgebaut wie z. B. Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose) und Schleimzucker (Galactose). Zu den Kohlehydraten zählen Zucker, Dextrine und Stärke.
Ebenfalls zählen Ballaststoffe zu den Kohlehydraten. Sie können aber nicht verwertet werden. Dennoch sind sie sehr nützlich. Sie regen den Darm an und haben guten Einfluss auf die Darmflora. Ballaststoffe sind in der Lage Schadstoffe zu binden. Optimale ballaststoff-, vitamin- und mineralreiche Lebensmittel sind z. B. Obst, Gemüse, Kartoffeln, Naturreis und Vollkornprodukte. Sie sollte in irgendeiner Form bei jeder Mahlzeit dabei sein.
Eiweiß
Eiweiße (Protein, gr. = das Erste, Wichtigste) setzen sich aus verschiedenen Aminosäuren (Eiweißbausteine) zusammen. Einige davon sind essentiell und müsse mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Qualität des Eiweißes wird in "biologischer Wertigkeit" ausgedrückt. Lebensmittel mit hochwertigen Eiweißen sind Fleisch, Fleischprodukte, Fisch, Ei, Milch und Milchprodukte. Pflanzliche Proteine kommen in Hülsenfrüchten, Nüssen und Getreideprodukten vor.
Eiweiß ist wichtig für:
Aufbau von Muskulatur, Bindegewebe, Sehnen, Knorpel, Haut, Haar, Zellwänden und Schleimen. Im Blut transportiert es Sauerstoff, Fettsäuren, Cholesterin, Eisen und Kupfer. Es ist notwendig für die Synthese von Enzymen, Hormonen und Abwehrsubstanzen.